Archive for Dezember, 2011

Schluuuuuuuss…

29.12.2011  |  Veröffentlicht in Allgemein

Der Schritt war längst überfällig, nun ist er auch offiziell: Schwergewichtler Luan Krasniqi aus Rottweil beendet seine Karriere. Herzlichen Glückwunsch zu der richtigen und rechtzeitigen Entscheidung. Was bleibt vom früheren Europameister? Ein toller Kampf um die Weltmeisterschaft gegen Lamon Brewster, eine legendäre Aufgabe trotz haushoher Punktführung gegen Przemyslaw Saleta (Stichwort „Schluuuuuuuss”) haufenweise markige Sprüche in der Ringecke seines Kumpels Firat Arslan, unterhaltsame Kämpfe auf deutscher Ebene gegen Rene Monse, Timo Hoffmann und Sinan Samil Sam, ein starker Leberhaken von Alexander Dimitrenko, der Begriff „Bildungsboxer”, den der damalige Bundespräsident Horst Köhler für Krasniqi prägte, und das gute Gefühl, dass hier einer aus seiner Karriere herausgeholt hat, was herauszuholen war. Mehr war nicht drin.

Ulrich trifft auf Dirks

27.12.2011  |  Veröffentlicht in Allgemein

Wie der Berliner Sauerland-Boxstall am Dienstag mitteilte, trifft der frühere Europameister und zweifache WM-Herausforderer Thomas Ulrich am 14. Januar in Offenburg im Rahmen des Comebacks von Arthur Abraham auf Dustin Dirks. Der 36 Jahre alte Berliner Ulrich konnte von seinen letzten vier Kämpfen lediglich einen gewinnen, dreimal verlor er vorzeitig. Der 14 Jahre jüngere Berliner Dirks ist dagegen in 22 Profikämpfen ungeschlagen.
Traurig zu sehen, dass das einst so vielversprechende Talent Ulrich nun als Aufbaugegner für, nun ja, nicht annähernd so vielversprechende Boxer herhalten muss.

Zitate des Tages

26.12.2011  |  Veröffentlicht in Allgemein

„So sehe ich noch gefährlicher aus.”
Cruisergewichts-Weltmeister Marco Huck, der am 25. Februar in Stuttgart WBA-Schwergewichts-Champion Alexander Povetkin herausfordert, in der Bild-Zeitung, warum er neuerdings Glatze trägt.

„Ich kam zu spät zu einem Familien-Essen. Da hat mir mein Vater Rasim zur Strafe den Kopf rasiert.”
Cruisergewichts-Weltmeister Marco Huck, der am 25. Februar in Stuttgart WBA-Schwergewichts-Champion Alexander Povetkin herausfordert, in derselben Ausgabe der Bild-Zeitung.

Nur zur Erinnerung

25.12.2011  |  Veröffentlicht in Videos

Worum es auch im kommenden Jahr wieder geht.

Die Fights des Jahres

23.12.2011  |  Veröffentlicht in Videos

Das Jahr 2011 neigt sich dem Ende zu. Und auch wenn es der deutsche Boxfan kaum mit- und noch weniger zu sehen bekommt, gab es dieses Jahr nicht nur Kämpfe wie Klitschko gegen Haye, die einem den kleinen Zeh schmerzen lassen konnten, sondern richtige Fights. Hier eine Auswahl:

Presseschau am Donnerstag

22.12.2011  |  Veröffentlicht in Allgemein

Floyd Mayweather muss für 90 Tage ins Gefängnis.

Sebastian Zbik will lieber gegen und nicht für Felix Sturm in den Ring steigen.

Und Alexander Dimitrenko schmückt sich in Las Vegas mit fremden Federn, namentlich dem einzigen WBC-Weltmeistergürtel, den er wohl je tragen wird.

Valuev im Parlament

21.12.2011  |  Veröffentlicht in Allgemein, Videos

Wir gratulieren an dieser Stelle dem früheren WBA-Weltmeister Nikolai Valuev zum Einzug in das russische Parlament. Der 2,13 Meter große Riese, der seit seiner Niederlage gegen David Haye vor zwei Jahren nicht mehr im Ring gestanden hat, empfahl sich heute prompt bei der ersten Duma-Sitzung rund zwei Wochen nach der Wahl für höhere Aufgaben in der Politik. Denn seine künftigen Aufgaben fasste er wie folgt zusammen: „Ich kann auf die technischen Details jetzt nicht eingehen. Aber der Angriff ist wichtig: Man muss den Gegner an das Seil treiben und dann serienmäßig draufschlagen.” Neben Boxer Valuev zogen auch ein Playmate (übrigens die „erotischste Frau Russlands 2009″), ein Tennisspieler und ein Schlagersänger für die Kreml-Partei „Geeintes Russland” in das Parlament ein.

Dabei hatten wir bei diesem überragenden Talent eigentlich erwartet, dass Valuev in die Musik statt in die Politik geht:

Sturm ersteigert Zbiks EM-Kampf

20.12.2011  |  Veröffentlicht in Allgemein

Felix Sturm macht Ernst. Nachdem der Weltmeister im Mittelgewicht bislang eher als Boxer denn als Promoter aufgetreten ist – seine Kämpfe waren gut, das Rahmenprogramm auf seinen eigenen Veranstaltungen dagegen eine Zumutung -, hat er nun erstmals einen Kampf ersteigert. Das Duell des polnischen Europameisters im Mittelgewicht Grzegorz Proksa gegen den früheren Weltmeister Sebastian Zbik aus Schwerin sicherte sich Sturm heute in einer überraschenden Aktion in Rom für eine Summe von 176.100 Euro. Der Berliner Sauerland-Stall, gegen dessen Boxer Sebastian Sylvester Proksa im Oktober den vakanten Titel gewann, bot bei der Versteigerung 153.079 Euro.

Wir wissen nicht genau, was Sturm mit diesem Kampf vorhat. Und auch nicht, was Zbik, der, genau wie Sturm, in letzter Zeit nicht immer nur freundliche Worte für seinen Konkurrenten fand, dazu sagt. Aber wenn es bedeutet, dass Sturms Fernsehpartner Sat.1 diesen und andere gute Kämpfe, die Sturm möglicherweise künftig ersteigert, überträgt und die Boxer durch den neuen Wettbewerber auch noch mehr Geld erlösen können, dann herzlich Willkommen an den Promoter Felix Sturm.

10 Gründe gegen Ward vs. Bute

19.12.2011  |  Veröffentlicht in Allgemein

Seit Samstagnacht steht fest: Andre Ward ist der beste Supermittelgewichtler der Welt. Sein deutlicher Punktsieg über den Briten Carl Froch machte den Amerikaner zum Gewinner des Super-Six-Turniers, zum Doppelweltmeister und Champion von Gnaden des Ring Magazines, der Boxbibel. Um die letzten Zweifel an der Weltherrschaft auszuräumen, steht der rumänische Weltmeister aus Kanada, Lucian Bute, parat zum großen Showdown. Er kam am Samstag eigens nach Atlantic City eingeflogen, um seine Kampfansage an Ward persönlich zu übermitteln. Trotzdem wurde am Wochenende auch deutlich, dass der Kampf (jetzt) nicht zustandekommt. Aus diesen zehn (nicht guten) Gründen:

1. Lucian Bute nur in seiner Wahlheimatstadt Montreal Eintrittskarten verkauft.
2. Andre Ward noch nicht einmal in seiner Heimatstadt Oakland Eintrittskarten verkauft. Und übrigens erst recht nicht in Atlantic City.
3. Andre Ward jetzt ein großer Zahltag vorschwebt, den er sich nicht mit Lucian Bute teilen möchte.
4. Andre Ward vom Fernsehpartner Showtime nicht eben zum Showdown mit Lucian Bute gedrängt wird.
5. Lucian Bute nach dem Willen von Fernsehpartner Showtime erst einmal Carl Froch boxen soll.
6. Andre Ward erstaunlicherweise findet, Lucian Bute kämpfe nicht in seiner Liga.
7. Andre Ward erstaunlicherweise findet, Lucian Bute habe noch keine guten Gegner geschlagen.
8. Andre Ward nach zwei Jahren harten Turnierdaseins eine leichte freiwillige Titelverteidigung vorschwebt.
9. Andre Wards nächster Kampf in Las Vegas stattfindet, wo niemand Lucian Bute kennt. Andre Ward übrigens auch nicht.
10. Lucian Bute ein verdammt gefährlicher Mann ist.

Cunningham: Dieses Mal ohne Professor Wagner

17.12.2011  |  Veröffentlicht in Allgemein

Steve Cunningham ist noch immer wütend. Wütend, dass ihm im Oktober der Weltmeistertitel genommen wurde. Denn verloren hat er ihn nicht, davon ist er überzeugt. „Sie haben mich reingelegt”, sagt der ehemalige IBF-Weltmeister im Cruisergewicht. Das Duell gegen Herausforderer Yoan Pablo Hernandez in Neubrandenburg war in der sechsten Runde abgebrochen worden, weil Ringarzt Professor Walter Wagner die Cutverletzungen des Kubaners für bedenklich hielt. Zum Zeitpunkt des Abbruchs lag Hernandez nach Punkten in Führung. „Sie haben abgebrochen, weil ich kurz vor dem Sieg stand”, sagte Cunningham am Samstag in Atlantic City. Seine Wut will er nun nutzen, um sich beim Rückkampf am 4. Februar in Frankfurt den Titel zurückzuholen. „Ich bin so motiviert, ich werde ihm den Gürtel vom Körper reißen”, sagte Cunningham.

Cunninghams Hoffnung: Dieses Mal soll Wagner nicht als Arzt am Ring sitzen. „Er wird definitiv nicht der Arzt beim Rückkampf sein”, sagte der 35 Jahre alte Amerikaner. „Wir haben einen Anwalt eingeschaltet, die IBF weiß Bescheid. Es gibt keine Chance für Wagner, noch einmal bei einem meiner Kämpfe als Arzt eingesetzt zu werden.”

Mit dem IBF-Gürtel zurück will sich Cunningham dann aus dem Cruisergewicht verabschieden. „Ich denke, das war es dann. Dann gehe ich ins Schwergewicht und fordere die Klitschkos. Beim Sparring mit Wladimir habe ich mich gut gefühlt. Ich sage nicht, dass ich gewonnen hätte, aber ich habe mich gut gefühlt. Ich bin nur deshalb noch nicht ins Schwergewicht gewechselt, weil es mir nicht in erster Linie um Geld geht.” Er hat schließlich im Cruisergewicht noch einen Job zu erledigen.